Archiv der Kategorie ‘Aquarium Allgemein‘

Fische Einsetzten

Mittwoch, den 18. April 2007

So wird es richtig gemacht!

Fische kaufen ist Stress. Allerdings nicht für den Aquarianer, sondern für die kleinen Neuerwerbungen für das heimische Aquarium. Viele Fischliebhaber wundern sich, weshalb schon kurz nach dem Kauf und dem Einsetzen in das heimische Aquarium einige Tiere verenden. Meistens liegt dies an einem unbewussten Fehlverhalten.

Stress beim Transport

Der “Stress” der Tiere beim Transport vom Zoofachhandel bis in ihr neues Heim ist immens. Angefangen bei dem Herausfangen im Laden und fortgesetzt auf dem Transportweg. Ein ewiges Hin- und Herschütteln und ständig wechselnde Lichtverhältnisse machen jedem Fisch zu schaffen.

Nicht sofort ins Aquarium setzen

Die Tiere dann sofort in das Aquarium zu geben, ist ein großer Fehler. Zum einen ist die Wasser-Temperatur im Transportbeutel nicht der im Aquarium entsprechend. Des Weiteren sind meist auch die Wasserverhältnisse (pH-Wert) unterschiedlich. Durch den Stress des Transportes kommen somit zahlreiche ungünstige Faktoren auf den Fisch zu, die er nur sehr schwer verkraftet. Deshalb ist es besser, den Fisch langsam an das neue Zuhause zu gewöhnen.

Langsame Eingewöhung

Zwei gute Möglichkeiten stehen hier zur Wahl.

* Im Transportbeutel lassen

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Eine andere Methode ist, den Fisch im Transportbeutel zu lassen und diesen zuerst zur Temperaturgewöhnung auf die Wasseroberfläche zu legen. Zusätzlich gibt man auch hier nach und nach immer etwas Aquariumwasser in den Beutel. Nach einiger Zeit passen sich auch mit dieser Methode die Wasserwerte an. Damit der Beutel nicht untergeht, sollte man die Öffnung einige Male “umschlagen”.

* Mit dem Eimer

Zum einen kann man den Fisch mit dem Wasser aus dem Transportbeutel in einen sauberen Eimer geben. Achten Sie aber bitte darauf, dass der Eimer nur für das Aquarium benutzt wird, da Putzmittelrückstände den Fischen schaden. Nach und nach kann nun immer wieder etwas Wasser aus dem Aquarium hinzugegeben werden. Nach einiger Zeit haben sich Temperatur und Wasserwerte angepasst, so dass einer Umsetzung der Fische nichts mehr im Weg steht.

Wenn man diese Regeln beachtet, werden die Fische es einem danken und haben ein langes und gesundes Leben vor sich.

Aquarienpflege

Dienstag, den 17. April 2007

Soviel Arbeit benötigt ein Aquarium

Der Pflegeaufwand eines Aquariums hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Dies sind zum einen die Aquariengröße, des weiteren der Fischbesatz und außerdem die eingesetzten Hilfsmittel. Selbstverständlich kann in der heutigen Zeit bei entsprechendem finanziellem Aufwand und eingesetzter Technik der Pflegeaufwand im Jahr auf zwei bis drei Stunden beschränkt werden. Für die meisten Aquarianer ist die Aquaristik jedoch ein Hobby, mit dem man sich im Monat gern einige Stunden auseinandersetzt.

Als Faustregel gilt: Je größer das Aquarium, desto weniger Pflegeaufwand.

Täglich benötigt man grundsätzlich nur fünf Minuten für Ein- und Ausschalten der Beleuchtung, Kontrolle der Wassertemperatur, Kontrolle von Filter und Lüfter und Füttern der Fische. Zusätzlich werden zwei bis vier Stunden im Monat (je nach Besatzdichte und Aquariumgröße) für einen wöchentlichen oder 14tägigen Teilwasserwechsel und andere Reinigungsarbeiten in Anspruch genomme. Mehr Pflegeaufwand sollte gar nicht betrieben werden, denn zuviel Pflege ist manchmal sogar schädlich.

Richtige Pflege eines Aquariums gestaltet sich wie folgt:

Tägliche Pflege

  • Ein- und Ausschalten der Beleuchtung, besser: Installieren Sie eine Zeitschaltuhr und stellen Sie die Beleuchtungszeit auf ungefähr 12 Stunden. Das entspricht in etwa der Länge des tropischen Tages.
  • Kontrolle der Temperatur: Aquarienregelheizer auf dem heutigen technischen Stand arbeiten sehr zuverlässig. Dennoch sollten Sie einmal am Tag einen Blick auf das Aquariumthermometer werfen. So sind Sie sicher, dass alles in Ordnung ist.
  • Kontrollieren Sie ebenfalls, ob Ihr Filter und/oder Ihr Durchlüfter einwandfrei laufen.
  • Füttern Sie Ihre Fische 2-3 mal täglich und zwar soviel, wie in kurzer Zeit gefressen wird. Nachtaktive Fische und Bodenbewohner füttern Sie nch dem Abschalten der Beleuchtung.

Wöchentliche Pflege

  • Wasserwechsel: Bei kleineren Aquarien bzw. bei vielen Fischen(in Bezug auf die Aquariengröße) muss einmal in der Woche ein Teil des Wassers gewechselt werden. Bei größeren oder mäßig mit Fischen besetzten Aquarien genügt ein Teilwasserwechsel im Abstand von 2 oder 3 Wochen
  • Wasser-Test: Testen Sie mindestens einmal pro Woche den Nitrit-Wert, pH-Wert und kH-Wert. Pflege nach Bedarf
  • Reinigungsarbeiten: Entfernen von abgestorbenen Pflanzenblättern, Kürzen und/oder Ausdünnen von Pflanzen, Algen von der Frontscheibe entfernen, Mulm absaugen.
  • Filtertechnik und Filterreinigung: Filter bei stark nachlassender Leistung reinigen – eventuell Filtermaterial ersetzen.

Halbjahrespflege

  • Austauschen der Leuchtstoffröhren, auch wenn Sie noch funktionieren! Bei Verwendung von zwei Röhren: nach sechs Monaten Röhre 1, nach sieben Monaten Röhre 2 austauschen! Bei einem gleichzeitigen Austausch beider Röhren ändern sich die Lichtverhältnisse zu plötzlich.

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Aquarium einmal anders

Donnerstag, den 29. März 2007

Zur Vielseitigkeit eines Behälters
Was allgemein hin “Aquarium” genannt wird, kennen die meisten von uns. Ein Becken aus Glas, Kies als Bodengrund, mehr oder weniger üppiges Grün und die unterschiedlichsten Fische. Ein klassisches Gesellschaftsbecken also. Doch das ist bei weitem nicht der einzige Weg, um Zierfische zu halten.

Spezialisierungen

So mancher Aquarianer wendet sich bald einem der zahlreichen Spezialgebiete innerhalb seines Hobbys zu. Dies ist vorrangig die Unterteilung des Aquariums nach Geographie, Gattungen und Arten.

Spezialisierung auf Familien

Nehmen wir zum Beispiel ein sogenanntes Buntbarschaquarium. Hier schwimmen die unterschiedlichsten Buntbarsche umher, ungeachtet ihrer Herkunft, Gattung, Artzugehörigkeit oder ihrer jeweiligen Spezialisierung. Alle gehören sie der großen Familie der Cichliden an.

Spezialisierung auf Gattung oder Art

Die nächsten Verfeinerungen finden sich in dem, was man als Gattungs- oder Artaquarium kennt. Damit gemeint sind Behälter, deren Insassen zu einer Gattung oder gar nur zu einer einzigen Art gehören.

Die gravierenden Vorteile solcher Aquarien liegen auf der Hand. Die Parameter der Wasserqualität, die Einrichtung des Behälters und die Zusammensetzung des Futters können präzise auf die Werte der natürlichen Lebensräume und der entsprechenden Arten ausgerichtet werden.

Sehr deutlich zeigt sich dieser Umstand bei den beliebten Cichliden aus den Gewässern des ostafrikanischen Grabenbruchs, dem Malawi- und Tanganjikasee. Auf Grund der besonderen geographischen Umstände haben sich dort im Laufe von Jahrmillionen – abgeschlossen von anderen Gewässern – eine Vielzahl von Fischen und vor allem hochspezialisierte Buntbarsche entwickelt. Nirgendwo auf der Welt gibt es eine ähnliche Artenwelt. Ein Aquarium für diese Arten enthält im wesentlichen Felsaufbauten mit vielen Versteckmöglichkeiten und hartes, alkalisches Wasser.

Dasselbe Konzept funktioniert natürlich auch bei anderen Gattungen und Arten. Es gibt Salmler- Barben- oder Welsbecken, Aquarien für lebendgebährende Zahnkarpfen oder Regenbogenfische. Die Mannigfaltigkeit des aquatischen Lebens auf unserem Planeten bietet beinahe für jeden Geschmack etwas.

Verschiedenste Aquarienarten

Dem trug auch die Industrie Rechnung, indem mittlerweile die verschiedensten Aquarienarten, Größen und Formen hergestellt werden. Ob rechteckig, dreieckig oder quadratisch, viele Bautypen sind möglich. Es gibt sogar Aquarien mit gewölbter Frontscheibe.

Zunehmend Bedeutung erlangt auch das Paludarium, ein Aquarium mit darüber befindlichem Landaufbau. Während sich unten die Fische tummeln, blühen im Landteil darüber die Orchideen und Bromelien inmitten von Moosen und Farnen. Beinahe wie ein Stück Regenwald im Wohnzimmer!

Last but not least, sollte noch ein weiterer wichtiger Vorteil erwähnt werden, den diese Art der Aquarienpflege mit sich bringt. Läuft alles korrekt und die Tiere fühlen sich wohl, dauert es zumeist nicht lange bis sich der erste Nachwuchs einstellt. Ein unvergessliches Ereignis!

Artikel von Michael Schober