Asiatische Körbchenmuscheln – die kleinen Bio-Klärwerke
Donnerstag, den 25. Februar 2010Die asiatische Körbchenmuschel ist eine der langlebensten Muschelarten: Bis zu 10 Jahre lang bereichern die kleinen, bis zu 4 cm großen Muscheln das Aquarium! Die Körbchenmuscheln ernähren sich von feinsten Futterpartikeln, die sie aus dem Wasser filtrieren. Dazu gehören Kleinstlebewesen, Schwebealgen und anderes organisches Material. Während im Gartenteich meist ausreichend Nahrung vorhanden ist, muss im Aquarium unter Umständen zugefüttert werden. Geeignet sind hier aufgelöste Futtertabletten, Protogen-Granulat oder auch eine kleine Dosis Hefe- bzw. Milchsuspension.
Die asiatische Körbchenmuschel ist hinsichtlich der Wasserwerte nicht besonders anspruchsvoll, sieht man einmal von ihrem Sauerstoffbedarf ab. Im Aquarium ist eine ausreichende Sauerstoffversorgung in Form eines mechanischen oder luftbetriebenen Filters beziehungsweise einer Belüftung in der Regel nötig. Wasserwechsel in mehrwöchigen Abständen sind angebracht.
Im Gartenteich wird der nötige Sauersstoffanteil meist durch die große Oberfläche oder Wasserbewegung gewährleistet. Als Bodengrund eignet sich Sand oder grober Kies, in den die Muscheln sich eingraben können. Sie wandern auch am Boden entlang und suchen sich ihre passende Stelle. Pflanzen werden nicht beachtet. Dabei sind sie noch besonders verträglich: Sie lassen sich mit Garnelen, Schnecken und auch kleinen Friedfischen vergesellschaften. Oft ist es gerade dieser zusätzliche Besatz, der durch seinen Stoffwechsel für ein ausreichendes Nahrungsangebot bei den Muscheln sorgt.
Dabei sind Körbchenmuscheln kleine Bio-Klärwerke, die Wassertrübungen erheblich reduzieren können. Wer sie im Gartenteich oder im Aquarium einsetzt, sollte daran denken, dass sie als invasive Art nichts in natürlichen Gewässern zu suchen haben!






